
JIHYE LEE
mit ZHdK New Composers Ensemble
Wir freuen uns, die Preisträgerin des Deutschen Jazzpreises in der Kategorie Grosses Ensembles des Jahres international begrüssen zu dürfen!
Jihye Lee ist eine koreanische, in Brooklyn lebende Komponistin, Arrangeurin und Dirigentin. Am 12. November wird das New Composers Ensemble NCE ihre Musik spielen, zuvor wird sie das Ensemble in einer intensiven Probenphase coachen. Dazu öffnet das Profil JazzPop auch die Generalprobe am 12. November von 14:00 – 15:30 Uhr im Club Mehrspur für Interessierte. Das Konzert findet dann am 12. November um 20:00 Uhr statt.
Jihye Lee (*1983) ist eine in Korea geborene, in Brooklyn lebende Komponistin, Arrangeurin und Dirigentin. Seit 2017 hat sie drei Orchesteralben veröffentlicht und damit sowohl in der Jazz- als auch in der klassischen Musikszene New Yorks und darüber hinaus große Aufmerksamkeit erregt. Ihr Markenzeichen ist eine höchst persönliche, unterhaltsame und eigenwillige Art des musikalischen Erzählens.
Lee folgt mit ihren einzigartigen und tief persönlichen Kompositionen ihrem angeborenen musikalischen Talent. Sie taucht vollständig in ihre Kunst ein, ohne dabei die komplexen Details und Dynamiken erfolgreicher Großensemble-Jazz-Aufführungen aus den Augen zu verlieren. Ihre Musik ist von einer seltenen Ehrlichkeit geprägt – sie scheut sich nicht, verletzlich zu sein, und ihre Kompositionen spiegeln die rohen Wahrheiten ihres Lebens wider.
Ihr drittes Orchesteralbum Infinite Connections erschien am 31. Mai 2024 und wurde sofort als „DownBeat Editor’s Pick of the Month“ für Juni 2024 ausgewählt. Das Album ist ein emotional packender Zyklus aus neun vielfältigen Kompositionen für ein 18-köpfiges Orchester. Lee nutzt traditionelle koreanische Volksrhythmen als inspiratorische Grundlage für jedes Stück. Das Album setzt sich mit Themen wie Trauer, dem Kreislauf der Natur, Ahnenbeziehungen, den Kämpfen von Frauen im patriarchalischen Korea und dem ewigen Streben der Seele nach Freiheit auseinander.
Lee studierte bei Jim McNeely an der Manhattan School of Music. Ihre Arbeit wurde als „erfinderisch und kreativ“ (McNeely) und „unglaublich eigenständig und voller Überraschungen“ (Darcy James Argue) gelobt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den BMI Foundation’s Charlie Parker Jazz Composition Prize und den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Bestes internationales Large Ensemble (2025)
Ihre Musik wurde auf renommierten Bühnen wie dem Jazz at Lincoln Center, Carnegie Hall’s NYO Jazz und im HR Sendesaal mit der Frankfurter hr-Big Band aufgeführt.