Raphael Walsers Gangart & Jam Night

im Jazzraum

Fünf junge Musiker aus der Schweiz haben sich unter der Leitung des Bassisten Raphael Walser zusammen getan, um nicht nur an die Grenzen des Jazz zu gehen, sondern auch das unbekannte Terrain dahinter zu betreten. Risikofreudig, voller Neugierde, mit unüberhörbarer Lust am Experimentieren. Das Quintett GangArt spielt eine freiheitsliebende Musik ohne engmaschige Notenvorgaben; die Improvisation findet nicht in kleinen Nischen statt, sondern in grossen Räumen. Walser und der kongenial mit ihm interagierende Schlagzeuger Jonas Ruther gestalten längere Energiebögen voller Lebendigkeit und pulsierender Kraft. Darüber spannen die Saxofonisten Tobias Meier und Niculin Janett ein Netz von hypnotischen Linien, Marc Méan ergänzt harmonisch das melodiös-vollmundige Klangbild.

Im neuen Programm stösst man neben unprätentiösen Bearbeitungen Schweizerischer Volkslieder aus archaischen Zeiten auf drei Stücke, für die sich Walser vom berühmten Alpentriptychon (La vita – La natura – La morte) des Malers Giovanni Segantini inspirieren liess. Auf dem Album umranken sich die Volkslieder und Walsers Triptychon-Stücke, was Sinn macht, denn in den Liedern geht es um das Leben der Bergbewohner, und dieses Leben war ja auch für Segantini wie den passionierten Berggänger Walser ein stetiges Faszinosum.

Im Anschluss Jam Night in der Bar