PIFFALAMOZZA

WAHNSINN UND METHODE

„Ein totgeborener Greis / mit einer kurzen Nase / trug eine Mühle“

„Man soll sich hüten, Zeit und Gesellschaft bei ihrem wirklichen Namen zu nennen. Man soll hindurchgehen, wie durch einen bösen Traum.“ Doch: „Wer hat sein Herz und die Phantasie so geschlossen, verwahrt, dass keinerlei Giftstoff hineindringt und sie zersetzt?“ Es ist das wilde Jahr 1712 in der entlegenen Provinz Fatrasien: Charlie Parker und Dizzy Gillespie stürzen sich auf die barocke „Folia“, während Thelonious Monk ums Klavier tanzt. 1602: John Coltrane startet seine kosmischen Ausflüge über die gequälten transzendenten Harmonien des sich geisselnden Sünders Carlo Gesualdo. 1692: Das „Trattenimento Musicale“ von Domenico Galli fällt Charles Mingus in die zerfurchten Hände. 1812: Der geistig verwirrte Kapellmeister Kreisler träumt fiebrig von György Ligetis angeeigneten schiefen Bill Evans-Harmonien und schwermütigen Passacaglien.

Klangfarbenlamento und barocker Bebop. Aus oben wird unten, aus unten wird oben. Aus alt wird neu? Und der Sinn? Wird dekonstruiert, um sich neu zu konstituieren. „Flucht aus der Zeit“, belehnt von Hugo Ball und Jacques Callot.

Bachelorprojekt ZHdK Jazz von Florian Kolb (kb, vl), Amit Dubester (sax), Joe Flüeler (vc), Stefan Kägi (p, harm)

Diese Veranstaltung ist Teil von:

Pino Zortea Trio

  • Do. 05.Mai16
  • 00H30
Pino’s Kompositionen, melodiös und einfach, werden im Trio frei interpretiert. In seinem ersten eigenen Projekt führt Pino zwei seiner musikalischen Weggefährten zusammen. Mit Michael Süess dem  Drummer  lebte er im letzten Sommer zwei Monate in New York und mit Basti Bättig dem Gitarristen ...