Ritual Groove

Ein Projekt der Abteilung Jazz & Pop der ZHdK zum Jahresthema Musikstadt Zürich Artist in Residence Nik Bärtsch.

Zum Jahresthema Musikstadt Zürich arbeitet die Abteilung Jazz & Pop der ZHdK mit dem international renommierten Zürcher Musiker Nik Bärtsch zusammen. In einer Serie von Workshops sowie an zwei Abschlusskonzerten im Rahmen des Apples & Olives Festival 2018 erarbeiten Bärtsch und die Musikstudierenden musikalisch-künstlerische Konzepte, die sich mit der Interaktion des Individuums mit seiner Umwelt befassen: Aus musikalisch-technischer Perspektive zwischen Musiker und Band bzw. Musiker und Publikum sowie aus künstlerischer Perspektive zwischen Musiker und Gesellschaft.

Nik Bärtsch und Ritual Groove

Bärtschs Arbeit greift zur Musikstadt passende Themen auf, die sich zusätzlich äusserst gut zur Bearbeitung mit den ZHdK-Studierenden eignen. Er selbst schreibt über seine Arbeit:

„RITUAL GROOVE MUSIC, der Titel meiner ersten eigenen CD, ist zugleich Programm meines musikalischen Denkens. Die Musik ist geprägt von der Liebe zum architektonisch gegliederten Raum, zu repetitiven und reduktiven Prinzipien und zur rhythmischen Verzahnung. Ein Stück kann wie ein Raum betreten, bewohnt werden. Durch obsessive Drehmomente, Überlagerungen verschiedener Metren und Mikrointerplay bewegt sich die Musik fort und verändert ihre Zustände. Die Aufmerksamkeit wird auf die minimen Variationen und Phrasierungen gelenkt. Die Band wird so zum Integralen Organismus – wie ein Tier, ein Biotop, ein urbaner Raum. Man soll mit Ohren und Händen denken.

Mein Denken und meine Musik entwickeln sich aus der Tradition des urbanen Raums. Sie sind aus dem universellen Klang der Städte destilliert, nicht aus einer nationalen oder Stil-Tradition. Die Stadt in ihrer rauschhaften Vielfalt fordert die Fähigkeit zu fokussieren – Beschränkung aufs Wesentliche: Dosiert agieren, am richtigen Ort nichts tun.“

Vorlesungen, Workshops und Konzerte

Zum Jahresthema veranstaltet das Departement Musik eine Ringvorlesung, wovon eine von Nik Bärtsch sein wird. Ausserdem bearbeitet Bärtsch Abteilungsintern mit den Jazz & Pop Studierenden die relevanten Themen aus ästhetischen, kulturtheoretischen und praktischen Perspektiven ebenfalls in Form von Vorlesungen.