This is Pan

Dehnbar bis zur Schmerzgrenze
Ganz langsam dehnt sich die Musik aus, mit geschmeidigen Schritten nähert sie sich der Grenze der Spannung. Töne werden verlängert, Regeln ausgedehnt. Wie in einem Sog zieht es die
einzelnen Instrumente auf den ursprünglichen Weg zurück, nur, damit sie sich kurz darauf wieder ausweiten – bis zur Schmerzgrenze. Und dann ein lautes Platzen. Stille.

Losgezogen, um zurückzukehren
Die Klänge von This Is Pan verdienen eine eigene Bezeichnung – Elastic Jazz. Die vier Musiker – Matthias Kohler, Saxophon und Klarinette, Lukas Thoeni, Trompete und Flügelhorn, André
Pousaz, Bass und Gregor Hilbe, Schlagzeug – spielen gekonnt mit der Elastizität. Und das ganz ohne Harmonieinstrument. Das Quartett verändert die Form seiner Stücke laufend, die
Instrumente treten einzeln aus, suchen ihren eigenen Weg und nähern sich schlussendlich wieder an, gelangen in die ursprüngliche Form. Denn Freiraum heisst Spielraum, flexibel und wandelbar,
agil und nachgiebig. Dabei werden Elemente aus dem Pop hinzu geholt, die Klassik wird gestreift und rockige Züge werden angenommen. Jedes Instrument ist gleichberechtigt, mal begleiten die beiden Bläser das Schlagzeug, mal spielt der Bass die Melodie.

This Is Pan
Die Musik lässt sich nicht in eine Schublade stecken, weder ethnisch noch geologisch. So passt der Name bestens: Pan, der Hirtengott aus der griechischen Mythologie steht für verschiedene Deutungen – wie die Klänge von This Is Pan. Eines haben die Interpretationen gemeinsam: Die Stücke von This Is Pan sind zugänglich, bleiben aber stets überraschend und geheimnisvoll.

The Hudson Suite
Nach dem Erstling [ this is pan ] von 2015 gibt es nun bereits das zweite Album des Quartetts zu hören: «The Hudson Suite» beschäftigt sich mit dem Fluss im Staat New York. In der Sprache von zeitgenössischem Jazz zeigt This Is Pan darauf ihre eigene Version von «Ostküsten-Americana».
Das Album erscheint nicht als CD sondern wird mittels Download-Code auf einem kunstvoll gestalteten, dreidimensionalen Scherenschnitt veröffentlicht. Die Arbeit des Gestalters Yan
Hirschbühl verleiht der Musik sicht- und tastbare Tiefe – und ist gleichzeitig ein eigenständiges Kunstobjekt.

Danach Jam Night in der Bar

Details: