Sebass

Balkan beats n’ melodies“ nennen SEBASS ihre Musik. Wer dahinter schmerbäuchige, ältere Herren in ausgebeulten schwarzen Anzügen, verschwitzten Hemden und mit verbeulten Trompeten vermutet, liegt jedoch komplett falsch.

SEBASS ist die Band von Bassist Sebastian Zehnder und Seraphim von Werra, Akkordeonist und Ur-Grossneffe des berüchtigen deutschen Jagdfliegers und Ausbrecherkönigs Franz von Werra. Gerade mal 16 Jahre alt waren die beiden musikalischen Jungtalente bei der Gründung von SEBASS vor 6 Jahren. Begeisterte Weggefährten fanden sie im Posaunisten und kreativen Kopf Sebastian Koelman, Adrian Böckli (drums) und Gitarristen Benjamin Schett. Für zusätzliches südländisches Feuer sorgt die Sängerin und Violinistin Elisa Papathanassiou. Die gebürtige Griechin liefert die poetischen und malerischen Songtexte zu den Kompositionen von Werras.

Als SEBASS mit 20 ihr erstes Debütalbum „Import Muzika“ veröffentlichten, hatten sie bereits unzählige Konzerte gespielt. In Zeiten, in denen Newcomerbands über fehlende Auftrittsmöglichkeiten jammern, ist die Agenda des Sextetts stets ausgebucht. Das Boban i Marko Markovic Orkestar holte sie als Vorband, sie traten bei Karl’s kühne Gassenschau auf und selbst Viktor Giacobbo zeigte sich schwer beeindruckt von den jungen Winterthurern. Innert Kürze erspielten sich SEBASS den Ruf als itreissende Liveband, die mit ihren energiegeladenen Auftritten und ihrem Mix aus zuckenden Beats, eingängigen Melodien und traditionellen Elementen südosteuropäischer Musik selbst die langweiligste Firmenfeier in ein Tollhaus verwandeln konnte.

Mit ihrem neuen Album „Zoí“ sprengen SEBASS das Korsett des herkömmlichen Balkansounds. Neben den typischen Partykachern schlägt das Sextett durchaus auch mal ruhigere, nachdenklichere Töne an und geht so neue Wege. Mit „Habibi“ befindet sich auf dem Zweitling zudem ein Liebeslied in arabischer Sprache. „Zoí“ ist aufregende Weltmusik im besten Sinne, jenseits der typischen Balkan-Klischees und des Körner- und Räucherstäbchen-Milieus.